Die Diskussion ist lanciert

Ein Vorstoss der SP für einen Fonds zur Stärkung des gemeinnützigen Wohnraums wurde im Gemeinderat mit einer satten Mehrheit der Bürgerlichen und Mitte-Parteien abgelehnt.

Das ist schade, denn verlangt war kein fertiges Projekt, sondern lediglich eine sorgfältige Prüfung. Die Idee bleibt richtig: auch in Wädenswil wird bezahl- barer Wohnraum für viele Menschen knapp. Werden günstige Wohnungen nach Leerkündigungen durch teure Neubauten ersetzt, leidet die soziale Durchmischung. Gleichzeitig ziehen höhere Mieten oft steuerkräftigere Haushalte an eine Entwicklung, die einer bürgerlichen Politik mit dem Ziel von tiefen Steuern, entgegenkommt. Ein Wohnraumfonds könnte helfen, Land oder Liegenschaften zu erwerben, gemeinnützige Bauträger zu unterstützen oder zinsgünstige Darlehen zu vergeben. Der Kanton Zürich sieht solche kommunalen Fonds ausdrücklich vor. Unser Postulat war deshalb weder exotisch noch unrealistisch, sondern rechtlich abgestützt und bewusst offen formuliert. Immerhin, das Thema ist im Gemeinderat angekommen. Es wurde über bezahlbaren Wohnraum, über die Verantwortung der Stadt und über konkrete Handlungsmöglichkeiten diskutiert. Diese Debatte werden wir weiterführen. Denn Wädenswil soll eine Stadt bleiben, in der nicht nur Menschen mit hohen Einkommen wohnen können. Der abgelehnte Vorstoss ist kein Schlusspunkt, sondern ein weiterer Schritt auf dem Weg zu einer aktiven und sozialen Wohnpolitik.

Dieser Artikel erschien im August 2026 in der Parteizeitung «So».

Ansprechpartner:innen zu diesem Thema

Peter Huber

Peter Huber

Gemeinderat, Mitglied Geschäfts- und Rechnungsprüfungskommission, Vize-Fraktionspräsident

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