Bewahren wir unsere humanitäre Tradition, das Erbe von Henry Dunant

Nein zur SVP-Initiative «Keine 10-Millionen-Schweiz»

Um den Bruch mit der humanitären Tradition und weitere Nachteile zu verhindern, muss die Initiative «Keine 10 Millionen-Schweiz» mit einem klaren NEIN verworfen werden!

 

Frauen und Mädchen in Afghanistan sind ihrer politischen Rechte beraubt und schutzlos Gewalt und Zwangsheirat ausgeliefert. Mädchen dürfen die Schule nur bis zur 6. Klasse besuchen, nie studieren und keiner Lohnarbeit nachgehen. Es besteht Verschleierungspflicht und ausser Haus dürfen sich Frauen nur in Begleitung eines männlichen Verwandten bewegen. Das ist «Gender-Apartheid»! Die Schweiz ist mit Recht stolz auf ihre humanitäre Tradition. Sie er- möglicht es, geflüchteten afghanischen Frauen Schutz und Asyl zu gewähren. Bei Annahme der Initiative wäre für vorläufig aufgenommene Migrantinnen und Migranten (F-Status) das Erreichen des unbefristeten Aufenthaltsrechts (B- Status) kaum mehr möglich. Die Zusammenarbeit im Schengen-Raum müsste aufgekündigt werden und der Familiennachzug würde verunmöglicht. Was das heisst, kennen wir aus den Jahren mit den Fremdarbeiterinnen und Fremdarbeitern, die dem Saisonnier-Statut unterworfen waren. Das ist unmenschlich. Solche Zustände wollen wir nicht mehr! Die SVP-Initiative zielt darauf ab, diese humanitäre Tradition, die Teil unseres Selbstverständnisses und unserer Identität ist, abzuschaffen. Eine weitere Folge wäre die Sistierung der Personenfreizügigkeit, die zu einem katastrophalen Fachkräftemangel in der Pflege, im Gastgewerbe und in der Industrie führen würde.

 

Dieser Artikel erschien im Mai 2026 in der Parteizeitung «So»

Ansprechpartner:innen zu diesem Thema

Tom Walker

Tom Walker

Vorstandsmitglied

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