Schriftliche Anfrage an den Stadtrat Wädenswil:
In der Ostschweiz wurden in landwirtschaftlichen Böden hohe Konzentrationen von PFAS (per- und polyfluorierten Alkylsubstanzen) festgestellt. Nach aktuellen Erkenntnissen stammen diese Verunreinigungen vermutlich aus früher ausgebrachtem Klärschlamm. Auch die ARA Wädenswil lieferte bis ins Jahr 2004 Klärschlamm an landwirtschaftliche Betriebe, meist in grösseren Mengen als zur Trocknung und Verbrennung in die KVA gelangten. Es besteht daher die Möglichkeit, dass auch Böden in der Umgebung von Wädenswil betroffen sind und eine Belastung der lokalen Umwelt und Nahrungskette nicht ausgeschlossen werden kann.
Gestützt auf Art. 49 der Geschäftsverordnung des Gemeinderats Wädenswil wird der Stadtrat um schriftliche Beantwortung der folgenden Fragen gebeten:
1. Welche Mengen an Klärschlamm wurden bis zur Einstellung der Auslieferung im Jahr 2004 an
landwirtschaftliche Betriebe abgegeben?
2. In welchen geografischen Gebieten bzw. auf welchen Parzellen wurde dieser Klärschlamm
ausgebracht?
3. Wurden im Zusammenhang mit diesen Ausbringungen je Messungen bezüglich PFAS oder
verwandter Stoffe durchgeführt? Falls ja, wie lauten die Ergebnisse?
4. Falls bislang keine Messungen erfolgt sind: Beabsichtigt der Stadtrat aufgrund der aktuellen
Erkenntnisse aus der Ostschweiz, entsprechende Bodenanalysen im Gebiet von Wädenswil
zu veranlassen?
Eingereicht am 27.10.2025 von
- Peter Huber, Mitglied des Gemeinderats Wädenswil
- Karin Signer, dito
- Corinna Martinelli, dito
- Patrick Reust, dito
