Eine verpasste Chance

Schriftliche Anfrage der SP vom April 2025 zu den Eigentumsverhältnissen in Wädenswil

Zu wissen, wem Gebäude und Land im Gemeindegebiet gehören, ist entscheidend für die Entwicklung von Wädenswil. Aussagen zu dieser Verteilung öffentlich verfügbar zu machen, ist dem Stadtrat aber zu aufwändig.

Dabei würden sie helfen, die Eigentumsstruktur analysieren und die Nutzung öffentlicher Räume und Grundstücke planen zu können. Laut Bundesamt für Statistik trägt dies zur Stabilität und Funktionalität einer Gemeinde bei und ermöglicht eine effiziente Ressourcennutzung. Dass die Mieten ohne Ende ansteigen, hängt im Wesentlichen damit zusammen, dass immer mehr Liegenschaften im Besitz grosser privater Gesellschaften sind, die mit den Mieteinnahmen hohe Renditen erzielen wollen. Gerade deshalb stellt die Nichtbeantwortung unseres Vorstosses zu den Eigentumsverhältnissen in der Stadt Wädenswil eine verpasste Chance dar. Der Stadtrat ist der Ansicht, dass die systematische Auswertung der Grundbuchauszüge unverhältnismässig sei. Dass die Stadt Wädenswil auf diese wichtigen Zahlen für die Stadtplanung verzichtet, ist besorgniserregend. Sollte unsere Initiative «Mehr gemeinnützige Wohnungen für Wädenswil» vom Volk angenommen werden, müssen die Zahlen erhoben werden. Nur so kann die Erreichung des beschlossenen Ziels von 15 Prozent gemeinnützigen Wohnungen bis 2050 kontrolliert werden. Unabhängig davon wäre es sinnvoll, wenn die Stadt diese Daten schon jetzt sammeln und als Fundament für die weitere Entwicklung nutzen würde.

Dieser Artikel erschien im Mai 2026 in der Parteizeitung «So»

Ansprechpartner:innen zu diesem Thema

Corinna Martinelli

Corinna Martinelli

2. Vizepräsidentin des Gemeinderats, Fraktions-Vizepräsidentin, Vorstandsmitglied, Präsidentin der Volksinitiative «Mehr bezahlbare Wohnungen in Wädenswil»

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